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Brave George Music

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NEW 7″ on Ever-Soul:
Eddie & Ernie – “Bullets Don’t Have Eyes”

Januar 2nd, 2009 · No Comments · Daptone Records

Irgendwann in den frühen 1960ern reiste Hank Mullen’s Freund Carl LaRue aus Baffalo, seines Zeichens Organist, mit seiner Band (Carl LaRue and His Crew) nach Phoenix, Arizona, wo er sich einen regelmässigen Gig als Hausband des Zanzibar Clubs hatte sichern können. Kurz nachdem LaRue dort seinen Job angefangen hatte, lud er sich ein junges Gesangsduo ein (gerade einmal 16 und 19 Jahre alt), um mit ihm in seiner Sow einige ihrer Songs zu präsentieren.

Ernest Johnson Jr. und Eddie (Edgar) William Campbell waren heiß darauf Musik zu machen und für zehn Jahre blieben sich auch dran. Sie nahmen einige Singles auf, die auf verschiedenen Labels quer durch die USA verstreut veröffentlicht wurden: von South Caroline über Chicago und New York bis Phoenix.

Die Single “Time waits for no one” wurde eine Nummer 1 in New York’s WWRL (einem us-amerikanischen Radiosender, der sich zu der Zeit hauptsächlich mit afroamerikanischer Musik beschäftigte), was Eddie und Ernie auf die Rechnung des Apollo Theatre brachte, wo sie in der Folge mit den Soul-Schwergewichten Gene Chandler, Wilson Pickett und den Temtations auf der Bühne standen.

Wie bei vielen Soulkünstlern ihrer Zeit mussten die beiden durch viele Ups und Downs gehen und noch bevor eine ihrer Veröffentlichungen hätte den großen Durchbruch bringen können setzte der frühzeitge Tod Eddie’s Anfang der Siebziger dem gemeinsamen Fortkommen ein jähes Ende.

“Bullets don’t have eyes” von 1972 war eine der letzten Aufnahmen des Duos und wurde nie veröffenlicht und wurde damals nicht veröffentlicht. Erst 1978 fand es den Weg auf eine der legendären Kent-Compilations, “Lost Friends”, die sich mit dem Werk der beiden beschäftigte. Dave Godin, jener Soul-Universalgelehrte, der essentiell für die Kent-Compilation-Projekte zuständig war, schreibt über den Song in den Linernotes: “if this one got the plays it could really go places.” Und in der Tat. In keiner Weise steht dieses Goldstück den Songs von Pickett, Redding oder Chandler nach.

Auf der B-Seite der Version der Ausgabe mit Picture Cover finden wir das Stück “In these very tender moments”, ein wirklich erhabener Tune, der 1967 auf dem Label Atco zwar veröffentlicht wurde, aber bis heute weitestgehend unentdeckt blieb. Owohl er ein wenig obskur anmutet, kann man sich doch vorstellen, wie er die Seelen unzähliger Höhrer über Generationen bewegte.

Auf der B-Seite der Ausgabe ohne Picture Cover, die auch nur über den Daptone-Webshop zu bekommen ist befindet sich das Stück “You made my life a sunny day”.

Mit dem Daptone-Records-Ableger Ever-Soul wird den unentdeckten Helden der Soul-Musik gehuldigt und zugleich die Möglichkeit geschaffen, diese Musik zu erhalten und sie neuen Ohren und Herzen zu eröffnen. Und das alles auf dem dafür denkbar bestmöglichen Format: der 7″ Vinyl-Single.

Ab dem 26. Januar 2009 wird die Single in jedem guten Plattenladen erhältlich sein.

Snippets:
“Bullets don’t have eyes”
“In these very tender moments”
“You made my life a sunny day”

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